AWO Dießen

Geschichte

Ein kurzer geschichtlicher Überblick über den Ortsverein der AWO in Dießen

  • Nach dem Zweiten Weltkrieg: Immer wenn die Not sehr groß oder die soziale Ungerechtigkeit zum Greifen spürbar wird finden sich Menschen, die gegensteuern. So wurde nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Dießen ein Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt gegründet mit dem Ziel, die soziale und menschliche Not nach den Kriegsjahren aktiv zu lindern. Zum Beispiel erhielten bedürftige Menschen Sach- und Geldspenden und Kindern wurde ermöglicht, drei Wochen Ferien in Jugendheimen zu erleben.
    Im Zuge der Verbesserung der allgemeinen Lebensbedingungen verringerte sich die Nachfrage nach diesen Angeboten. So stellte der Verein im Jahre 1968 seine Tätigkeit ein.
  • Im März 1974 wurde der Ortsverein Dießen auf Initiative des AWO-Kreisverbandes Landsberg neu gegründet. Der Verein startete mit 15 Gründungsmitgliedern und konnte bereits Ende des Jahres das 59. Mitglied aufnehmen.
    Unter dem ersten Vorsitzenden Botho Peine wurden der ambulante Pflegedienst und die Kurzzeitpflegeeinrichtung aufgebaut. Dazu konnte der Ortsverein das alte Krankenhaus zu zwei Dritteln von der Gemeinde Dießen anmieten und 1976/1977 mit Zuschüssen vom Staatsministerium für Arbeit und Soziales, dem Landratsamt Landsberg am Lech, dem Markt Dießen und vielen freiwilligen Hilfen der Dießener und der AWO-Mitglieder modernisieren. Unter der Trägerschaft des Ortsvereins war dann die Sozialstation mit ihren Einrichtungen bis 1997 im alten Krankenhaus in der Krankenhausstraße (heute: BRK Rettungswache und Gewerkhaus) untergebracht.
    Daneben bot der Verein in dieser Zeit im Rahmen des Seniorenclubs Kaffeenachmittage, Weihnachtsfeiern und vieles mehr an, organisierte vor allem durch Alfons Müller und Rudolf Egger Kulturreisen für Senioren und allein in der Zeit von 1974 bis 1983 wurde etwa 200 Kindern ein erlebnisreicher Urlaub ermöglicht.
  • 1978 bis 1985 half der Ortsverein Dießen zwei Mal in der Woche Schüler/-innen bei ihren Hausaufgaben.
  • 1987 bis 1989 betrieb der Ortsverein Dießen das Kinderheim in Utting.
  • 1998 übernahm der Bezirksverband Oberbayern der AWO die Sozialstation Dießen mit dem ambulanten Pflegedienst und der Kurzzeitpflegeeinrichtung im alten Krankenhaus in Dießen. Im Zusammenwirken mit dem Landratsamt entstand hieraus der allgemein bekannte „AWO Seniorenwohnpark“ in Dießen.
  • 1998 bis 2012: Die Seniorennachmittage zogen 1998 in den 5. Stock des Kreisseniorenheimes im Färbergassl.
    Organisiert und betreut durch Wolftraude Pauser, Annelie Schmidhofer und weiteren Damen der AWO Dießen fanden in den folgenden Jahren auch Adventsfeiern und Faschingsfeste am Rosenmontag statt.
  • 2000 bis 2009: Ehrenamtliche Helferinnen führten an Samstagen für die Bewohner und Bewohnerinnen im Seniorenwohnpark einen Nachmittags-Kaffee durch.
  • 2005 bis 2014: Für Familien mit Kindern wurden Skifreizeiten durchgeführt.
  • 2005 bis heute: Kinder, Jugendliche und Erwachsene treffen sich regelmäßig zum Badminton-Spielen.
  • 2006 bis heute: Am 29.11.2006 wurde die „Dießener Tafel“ von Ingrid Sämmer und Monika Schielke mit Unterstützung vieler ehrenamtlicher Helfer unter der Trägerschaft der AWO Dießen gegründet.
  • 2010 bis heute: In der zweiten Hälfte des Jahres 2010 hat der AWO-Ortsverein die Idee des Nachmittags-Kaffees für Jung und Alt wieder aufgenommen. Einmal im Monat treffen sich ältere und junge Menschen in einem der verschiedenen Dießener Kaffeehäuser.

 

Die Vorstände des AWO-Ortsvereins Dießen

19xx –
1974 – 2003 Botho Peine († Januar 2004)
2004 – 2010 Rudolf Egger
2010 – 2012 Alfons Müller
2012 – 2014 Peter Kaun, junior
2014 – heute Peter Reetz